Herzlich Willkommen
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Kath. Kirche St. Margaretha, Salach
3. Adventssonntag, 14.12.2025 – 10.30 h Gottesdienst mit Vocal16
 
A cappella Werke von Briegel, Chilcott, Moczyński u. Lutkin
 
Am 3. Adventssonntag gestaltet Vocal16 die Eucharistiefeier in der der Kath. St. Margaretha Kirche mit. Der 3. Advent trägt auch den Namen „Gaudete“ – „Freuet euch“. Er ist Ausdruck der Vorfreude auf die Geburt Jesu. Entsprechend freudig startet der Gottesdienst mit Georg Friedrich Händels berühmten „Tochter Zion, freue dich“. Das Chor und Gemeinde gemeinsam singen werden.
In Vorbereitung auf seine Jubiläumsreise 2026 nach Krakau (PL), hat Vocal16 eine a cappella Messe des polnischen Komponisten Zygmunt Moczyński (1871-1940) einstudiert, die bisher unveröffentlicht blieb und 1914 geschrieben wurde. Moczyński, der als Komponist, Organist, Chorleiter und Dozent vornehmlich in Toruń wirkte, gehörte dem polnischen Widerstand an und wurde Opfer des NS-Regimes. Aus seiner „Missa brevis“ erklingen die Teile, Kyrie, Sanctus und Agnus Dei, die in intensiver romantischer Tonsprache geschrieben sind und von Chorleiter Thomas Gindele anhand des Manuskripts eigens für Vocal16 eingerichtet wurden.
Einen stilistischen Kontrast bilden die beiden barocken Adventsmotetten „Machet die Tore weit“ u. „Siehe, dein König kommt zu dir“ des Darmstädter Hofkapellmeisters Wolfgang Carl Briegel (1626 – 1712), die der Chor einstudiert hat. Briegel verstand es in lebendiger Weise, die Textinhalte zum Sprechen zu bringen.
Der englische Komponist Bob Chilcott, in diesem Jahr 70 geworden, veröffentlichte 2024 eine Bearbeitung des bekannten Adventsliedes „Maria durch ein Dornwald ging“ für Chor u. Klavier. Das Werk überzeugt durch mediativen Ausdruck und expressiver Harmonik.
Abschließend erklingt das Segenslied „The Lord bless you and keep you“ des amerikanischen Komponist Peter C. Lutkin (1858 – 1931). Der in Deutschland ausgebildete Komponist und Chorpädagoge schuf mit diesem Werk einen „Schlager“ der klassischen Chorszene in Amerika.
Herzliche Einladung zu diesem besonderen musikalischen Gottesdienst!

 

"Time is ..."

Werke zu Zeit und Frieden. 

 

Unter der Leitung von KMD Thomas Gindele erklingen Chorwerke zum Thema Dankbarkeit, Zeit und Frieden als Voraussetzung für gelingendes Zusammenleben. Die stilistische Breite reicht dabei von der Gregorianik bis zur Moderne. 

John Rutters "Look at the word" eröffnet das Konzert mit einer Beschreibung der Schönheiten und Geschenke der Welt und die Dankbarkeit darüber. Es folgt die Pfingstsequenz "Sancti spiritus assit".

Weiter zu hören ist die gregorianische Antiphon "Da pacem Domine", eine moderne Vertonun g des litauischen Komponisten Donatus Zakaras sowie Werke von Dan Forest, Bob Chilcott und Mark Burrows.

Rainer Maria Rückschloss begleitet am Klavier und an der Orgel.

 

 

 

Sonntag  -  20.07.2025 - 19 Uhr

 

 

Faurndau feiert 1150 Jahre. Zum Abschluss des Festwochenendes fand in der kath. Kirche "Zur hl. Familie" ein Jubiläumskonzert mit dem Titel

"Time is..."

 

mit Werken von John Rutter, Bob Chilcott u.a. statt.

 

 

Dieses aussergewöhnliche Konzert fand entsprechende Resonanz in der NWZ-Ausgabe vom 22.07.2025

 

Hommage an Faurndau mit Wohlklängen

Jubiläum Vocal 16 unter Thomas Gindele gratuliert zu 1150 Jahren Faurndau in der katholischen Kirche.

Von Annerose Fischer-Bucher
 
 

Faurndau. Zu Beginn und am Ende des Jubiläumskonzerts „1150 Jahre Faurndau“ standen zwei Dank-Kompositionen. Das Ensemble Vocal 16 unter Thomas Gindele hatte dafür John Rutters „Look at the world“ und „Te Deum“ der 1961 geborenen amerikanischen Komponistin Ruth Morris Gray ausgesucht. Zusammen mit Mark Burrows „Time is“ -  auch das Motto des Konzerts – für Chor a cappella und Schlagwerk waren das die Höhepunkte des Konzerts am Sonntagabend. Mit rundem und großen Wohlklang, der den Kirchenraum auch im Piano noch bis in den letzten Winkel füllte, hatte Vocal 16 begonnen und in einem furiosen Fortissimo-Schluss geendet, mit Rainer Maria Rückschloß als hervorragendem Klavier-Begleiter. Standing Ovations folgten und eine kurze Zugabe mit einer Vertonung des aaronitischen Segens.

Unter vier Themen, die von Chormitgliedern den Stücken zugeordnet und allgemein ausgeführt wurden, standen die Kompositionen. Sie stammten aus der Gregorianik und vor allem aus der popularen Kirchenmusik des 20. Jahrhunderts, mit bekannten Komponisten wie John Rutter oder Bob Chilcott, aber auch von unbekannteren wie dem litauischen Komponisten Donatus Zakaras. Die Themen Frieden, Zeit und Zukunft wurden vom Thema Dank eingerahmt.

Uraufführung Ada Rückschloß

Eine interessante Uraufführung von „Time is“ der 31-jährigen Ada Aria Rückschloß aus Gammelshausen, aus Anlass des Jubiläums komponiert und auch von ihr an der Orgel gespielt, konnten die Zuhörer beim Thema Zukunft erleben. Stilistisch an die französische Orgeltradition angelehnt, mit neoromantisch-impressionistischen und atonalen Sprengseln, baute sie über einem tiefen Orgelpunkt als Zentrum „Zukunft“ auf. Schwebende Klänge, zarte Schattierungen und aufsteigende Linien türmten sich zu schrillen Schreien mit Clustern auf und steigerten sich bis zu einem vollen Tutti.

Bob Chilcott war mit Kompositionen aus „Dances of Time“ vertreten. Alles habe seine Zeit, wie es im Buch Prediger der Bibel steht, in der Vertonung von Rutter fing die Gegensatzpaare von positiven und negativen menschlichen Erfahrungen wie Geburt und Tod oder Zerstören und Heilen, Hassen und Lieben musikalisch ein.

Zurück in die Entstehung von Faurndau im Jahr 850 mit Bezug aufs Kloster führte eine Sequenz von Notker von St. Gallen und ein „Da pacem Domine“ (Gib uns Frieden). Der heikle gregorianische Gesang gelang dem Ensemble unter Thomas Gindele in weiten Teilen respektabel. Viel Beifall.

Zur Person Thomas Gindele
Thomas Gindele leitet das Vocal 16 seit 2016. Der Kirchenmusikdirektor ist Musikdozent für Theologen am Wilhelmsstift in Tübingen. Er ist zudem als Regionalkantor der Diözese Rottenburg-Stuttgart für die Ausbildung von Chorleitern zuständig.